Würzburg: Ärztegewerkschaft sieht Mängel bei Zeiterfassung - Klinik widerspricht

Zu häufig fehlerhaft und in den meisten Fällen unverständlich. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund bezeichnet die Zeiterfassung an bayerischen Uni-Kliniken als „katastrophal“. Zu diesem Ergebnis kommt sie nach einer Umfrage unter Beschäftigten der Uni-Kliniken.
Kritik an der Uni-Klinik Würzburg
Seit Januar muss die Arbeitszeit von Medizinerinnen und Medizinern elektronisch erfasst werden. Das setzte die Uni-Klinik Würzburg nur teilweise um. Viele Arbeitende müssten hier ihre Arbeitszeit noch händisch erfassen. Zudem kommt der Marburger Bund zu dem Schluss, dass es bei nahezu allen Stundenabrechnungen zu Manipulationen kommt.
So würden beispielsweise Pausenstunden automatisch abgezogen, egal ob sie genommen werden konnten oder nicht. Stunden würden auch nach zehn Stunden automatisch gekappt. Zudem gebe es eine mündliche Anweisung an die Beschäftigten, pünktlich auszustempeln, egal ob sie danach noch weiterarbeiten oder nicht.
Der Marburger Bund fordert Nachbesserungen.
Uni-Klinik: "Ergänzungen auf dem Weg"
Die Uni-Klinik wiederum widerspricht den Vorwürfen. Fristgerecht seien zum 1.1.2025 zwei Möglichkeiten zur elektronischen Zeiterfassung eingeführt worden, so ein Sprecher. Die Umfrage sei zum Teil vor dieser Frist durchgeführt worden.
Für eine höhere Nutzungsfreundlichkeit würde die Klinik zudem im Lauf des Jahres auf eine einheitliche Software an der gesamten UKW umsteigen. Den Vorwurf, Arbeitszeiten zu manipulieren weist ein Kliniksprecher entschieden zurück.